Oldenburg Diaries

Das Tagebuch vom Oldenburger Allerlei

 

  

02. August

Der Tag hat mit einem kleinen Frühstück in unserem Hotel Wöbken begonnen und hier sind auch die Deloreaner Kai aus Scheeßel, Werner mit Gattin Edith aus Friesoythe und die Delo-Fans Martina und Markus aus Friedberg in Bayern zu uns gestoßen. Die ganze Truppe ist dann unter der Führung von Andre zu einem etwa 20km entfernten Segelflugplatz gefahren und dort wurden wir bereits von Fliegerclubmitgliedern erwartet. Nachdem der alte Magirus Winden-Truck, ein noch älterer Fendt-Traktor und diverse weitere Fahrzeuge in Position gebracht wurden konnten die 3 Segelflieger ihren Dienst aufnehmen und jeder von uns nutzte die Möglichkeit als Copilot eine Runde über das Gelände zu drehen. Sabrinas Pilot Ekhardt, der neben äußerst derben und trockenen Sprüchen auch den Segelschein und zu allem Überfluss eine Kunstfluglizenz sein Eigen nennt, konnte es sich nicht nehmen lassen einen Looping zu drehen, was seinen Fluggast zu stundenlang anhaltendem Grinsen gebracht hat. Während der einzelnen Flüge wurden parallel Tische, Bänke und ein Grill in Position gebracht und innerhalb kürzester Zeit hat Karin uns Steaks und Bratwürste bereitet.

Nach den Flügen haben wir uns alle noch zu einem Gruppenbild mit Deloreanss und Segelflugzeug aufgestellt und da so eine Szenerie auch von oben schön zu knipsen ist, hat sich Andre einen Motorflieger geschnappt, Chris mit Kamera eingepackt und auf der hinteren Reihe eine kreischende Steffi und eine lachende Vroni gesetzt. Dieses gewitzte Quartet hat dann noch ein paar spektakuläre Runden über das Flugfeld und die Delos geflogen und dann ging der Flugtag auch schon wieder dem Ende entgegen. Zu Abend gab es dann noch ein feines Essen im Restaurant des Hotels und wir konnten auf einen ereignisreichen und spannenden Tag

zurück blicken.

 

 

 

03. August

Nach dem Frühstück wurden wir bereits von Andre´s Kollegen Thorsten mit einem Reisebus erwartet und pünktlich um halb 10 ging es auf eine etwa 1 ½-stündige Tour in Richtung Langeoog. Die Fähre zu dieser Insel brachte uns trockenen Fußes durch eine Fahrrinne im Wat an Land und mit der Langeooger Inselbahn, die einer klassischen “Blumenpflücken während der Fahrt erlaubt” - Variante entsprach, ging es dann ins Zentrum. “Langeooger Inselbier” war ein weiteres Schlagwort auf unserer Reise und “Hotte“ (Horst) und seine Susanne, Inhaber der kleinen Inselbrauerei haben uns Einblicke in ihr Brauhandwerk und auch die feine Kunst der Kaffeerösterei gewährt.

Bei einem anschließenden Lokalbesuch hatten wir dann ausreichend Gelegenheit Produkte wie das besagte Inselbier, Inselbierbowle, Inselbierlikör und auch Inselbierschokolade zu versuchen. Nach einem kurzen Besuch am Leuchtturm führte uns der Weg an den Strand, wo die Ebbe die Wasserkante weit zurückhielt.

Das Abendessen bestritten wir in der “Kajüte” an Langenoogs Inselküste und zur Rückreise auf das Festland hat sich Andre etwas ganz Besonderes einfallen lassen! Bierbrauerkumpel Hotte und ein weiterer Kapitän haben uns, aufgeteilt auf 3 Ladungen, mit ihren Motorbooten sicher zurück ans Festland gebracht. Am späten Abend ging es dann noch zu den Springers ins Wohnzimmer und der Tag wurde in gemütlicher Runde zu einem runden Ende gebracht.

 

 

 

04. August

Heute haben sich Markus und Martina von der Gruppe verabschiedet um ihre Weiterreise zum Beetle-Treffen in Lübeck anzutreten und die Männer unserer krassen Truppe trafen sich bei Andre zu Hause um den Schraubendrehern und Ring-Maul-Schlüsseln aus seinem neuen Garagenwerkzeugwagen die ersten Deloreanerfahrungen zu vermitteln. Neben ein bisschen Ölstand prüfen hier, etwas Fensterheber ausbauen da und Endstufenverkabelung checken dort gab es viel zu fachsimpeln und wir hatten nicht zuletzt dank Springers Milchkaffeeversorgung einen lustigen Nachmittag. Kai hat dann den Heimweg angetreten und die verbleibenden 4 Delos starteten zu einer befreundeten Mercedes-Vertretung um dort den Flügeltürer-Anteil deutlich in die Höhe zu schrauben. Die Mädels nutzten heute ihre Chance und sind mit `nem großen Auto zum shoppen gestartet. Wie sich am Abend bewiesen hat, war das Fahrzeug doch sehr schlau gewählt, denn der E-Klasse Kofferraum war bis obenhin voll mit Tütchen, Päckchen, Täschchen und allem was Frau eben so braucht.

Nachdem wir bei Mercedes Hilgen fertig waren mit Verwirrung stiften war großes Aal- und Fischbeschaffen angesagt. Räucheraale ohne Ende, Dillhappen, Makrelen, Lachs, Currrysil und das in dieser Gegend unverzichtbare Schwarzbrot zum Fisch fanden erst den Weg in unser Delos und ein paar Stunden später dann bei einer geselligen Runde in Springers Haus auch den Weg in unsere Mägen. Es wurde gespeist, getrunken und gelacht, Pläne geschmiedet und die Beute aus den Kleiderläden vorgeführt. Auch heute wurde es richtig spät und jede Minute war genial!

 

 

 

05. August

Der Endspurt im Oldenburger Allerlei, an dem sich auch noch der Deloreanfan HeikoS aus Mannheim zu uns gesellte, begann am späten Vormittag mit einem kleinen Brunch in einer gemütlichen Oldenburger Backstube und anschließend stand (endlich) die speziell von den “Jungs” lange ersehnte Schrottplatzbesichtigung auf dem Plan.

Das Gelände von “Springer und Sohn” liegt im östlichen Teil Oldenburgs und da gibt es alles was man sich unter Schrott nur vorstellen kann. Von der Kleinmengenannahme mit automatischen Kabelabisolierern über Autowracks, die in einer zertifizierten Trockenlegungshalle auf ihre letzte Reise vorbereitet werden bis hin zu gigantischen sortenrein voneinander getrennten Riesenhäufen von Alu, Edelstahl, Kupfer, Stahl und Blei war alles zu sehen, was bei der Altmetallverwertung von Nöten ist. Im Herzen des Platzes befindet sich die “große Schere” in deren Schlund alles reinkommt, was gepresst und schlussendlich zerschnitten wird. Mit die wichtigsten Geräte auf dem Platz sind die zahllosen Bagger, mit denen die Altmetalle an ihren jeweiligen Bestimmungsort, oder auch einfach nur in die Presse verbracht werden. Hier wurde nun für unseren Chris ein Kindheitstraum wahr und er durfte nach kurzer Einweisung durch einen Profi-Baggerführer an den Hebeln ziehen und einen 3,2 Tonnen schweren Eisenblock herumhieven. Nach einer Pause mit Erfrischungen ging die Reise dann wieder in Springers Garten und da haben wir dann einen runden 60cm-Durchmesser Erdbeerkuchen vernichtet. Mit Milchkaffe und Sahne versteht sich… was´n Stress…

Am Abend hat die ganze Truppe dann noch unter der Führung von Elvis den Polterabend eines Bekannten überfallen, da den Gastgebern das Delorean-Feeling näher gebracht und gründlich das Buffet geräumt. Bei einem gemütlichen gemeinsamen Bierchen in der Hotelbar fand auch dieser Tag wieder ein würdiges Ende und wir können auf 4 tolle Tage in und um Oldenburg zurückblicken. Das Motto vom “Oldenburger Allerlei” wurde von Andre und Karin Springer mit Familie auf´s genialste umgesetzt und jeder Moment hier im Norden war es wert gelebt zu werden.

 

 

VIELEN DANK FÜR DIESEN TRIP!

 

 

Fazit:

So unterschiedlich die Menschen und die Gegenden auch sind, unser gemeinsames Thema Delorean bringt uns über Generationen, Grenzen und Distanzen hinweg immer wieder neu zusammen und es ist einfach herrlich ein Teil dieses Ganzen sein zu dürfen.

 

 

 

Euer Wolfgang