Donnerstag der 07.05.

Abfahrt pünktlich 0800, AKW + DJ Tschiii 

(Andre, Klaus, Wolfgang und Dagmar und Jan im G)


Gleich auf der ersten kurzen Rast war er wieder da, der Spirit, der den DMC12 in seinem Edelstahlkleidchen umgibt und dem sich kaum ein wacher und interessierter Geist entziehen kann. An der Autobahn A7 kam es gleich zu den ersten netten Gesprächen mit einem Trucker und einem augenscheinlich frisch verrenteten Ehepaar aus der Pfalz, das in einem betagten, aber sehr gepflegten Astra Kombi in Richtung Norden unterwegs war. „Edelstahl ?“ war das erste Wort das der etwas rundliche und so rundum sympathische Mann aus seinem Vollbart heraus brummelte. Ja sehr gut! Ein Kenner! „Ja, das ist Edelstahl!“ Dann berichtete der freundlich runde Mann von seiner beruflichen Laufbahn als Karosseriebauer und dass er Edelstahl nur von Milchlastern kenne und ihm ein solches Automobil noch nie untergekommen war. Nach einem sehr angenehmen Austausch über die Tücken des Handwerks, vom Tiefziehen zum Hartlöten über das Strecken und nieten, haben wir ihm Flyer zum Delorean und zur Tour gegeben, worauf er nüchtern mit Zwinkern zu seiner Gattin bemerkte: „Ah, Houmbäidsch. Kuuuul, da guck mrr rein!“ Sprachs und grinste breit über das ganze runde Gesicht, dass nun noch mehr wie ein strahlend heller Ball wirkte.


Spontane Erkenntnis der ersten Stunden unserer Reise: Edelstahl verbindet!


Weiter ging die wilde Fahrt und der nächste Halt bescherte uns eine Kaffeepause bei Reifen Krieg, der Firma einer langjährigen Reisebekanntschaft von Klausi. Kaffee rein, Autos geguckt, Fotos gemacht, Kaffee raus und wieder los auf die Straße.  So düsten wir einmal senkrecht durch die Republik und kamen abends zufrieden bei Springer am Schrottplatz an. Wobei „Schrottplatz“ dem sehr geordnet, übersichtlich und klar strukturierten, mehrere Hektar großen Recycling Betrieb kaum gerecht wird. Da „Schrottplatz“ jedoch irgendwie romantisch klingt, belassen wir es trotz besserem Wissen um die hochwertige Trennung und Wiederverwertung der unterschiedlichsten Altmetalle, bei dieser Namensgebung. Noch eine kleine Führung übers Gelände, Übergabe des Welttour Delo dwt1 von Dagmar an Andre (nicht ohne ein leicht wehmütiges leises Seufzen von Dagmar, als Andre den Schlüssel nahm...) und dann schnurstracks zu Wöbken, dem Hotel unseres Vertrauens in Oldenburg, in dessen Restaurant Familie Springer für uns alle eine „Spargel Flatrate“ gebucht hat. Suppe, Spargel, Soßen, zerlassene Butter, Schnitzel, Kartoffel, Bier und Alster, was für ein würdiges Ende für einen entspannten ersten Tag.

Es wurde spät, doch waren wir alle erkennbar glücklich, die Truppe wieder komplett zu haben. Tag Null was over now.