Freitag den 08.05.



Tag 1 des POLAR CIRCLE 2015 Abenteuers startet mit einem kräftigen Wöbken Frühstück und jeder im Team hat nun seinen Platz in seinem Wagen und Punkt 0900 wurde zum Aufbruch geblasen. Erstes Ziel der heutigen Reise war ein Parkplatz bei Hamburg, der Hansestadt an der Alster, an dem uns bereits die Deloreaner Michael (HH) und Jens-Eric (RZ) erwarteten um die weitere Fahrt zu Delorean Urgestein und langjährigem Clubmitglied Thilo nach Flensburg mit uns gemeinsam zu machen.


Die Stimmung war gut, das Wetter auch und auf dem Rastplatz Brokenlande wurde, wie bei Deloreanhäufungen gewohnt, eine gewisse Wahrnehmung unter den sonstigen anwesenden Rastsuchenden erreicht. Es wurden mit aller gebotenen Höflichkeit Alu- und  Fluxfragen beantwortet und die Begleiter von Jens-Eric und Michael machten viele Fotos und auch ein Filmchen, das uns später an den Tag erinnern sollte. Ein Bild von Michael bleibt wohl allen in Erinnerung, denn er wollte die Welt Tour Deloreans schon ganz genau unter die Lupe nehmen und hat in muslimischer Gebetsmanier den Kniefall unter die Wagen zelebriert und ist länger in dieser Position verharrt. Hier fehlte zu seinen teils rhythmischen auf und ab Bewegungen  nur noch der Ruf des Muezzin und so hätte auch die Polarkreis Tour in den hohen Norden glaubhaft und nachhaltig die Stimmung der später anstehenden arabisch- islamischen Reiseziele vermittelt.


Unser DMC12 Quintett rollte nun weiter zu Thilo, einem Deloreaner frühster Stunde, Delorean Club Urgestein und Halter und Hüter des Titels nördlichster Deloreanbesitzer der BRD. Sein Domizil auf dem platten Land bei Flensburg, unweit der dänischen Grenze, war bald erreicht und neben Thilo (FL) wurden wir auch noch von Tamara mit ihrem Wagen aus dem Kreis Nordfriesland (NF) mit Kaffee, Kuchen und guter Stimmung empfangen. Nach einer Runde durch Thilos heiligen Hallen und ein paar Anekdoten zu den dort eingestellten doch etwas exotischen Fahrzeugen (wer in diesem Universum besitzt wohl sonst noch zwei sehr faszinierende …?) sammelten wir uns noch für ein Gruppenfoto und weiter ging die Fahrt nach Dänemark. Thilo als Ortskundiger führte unseren silbernen Lindwurm unter der Sonne Norddeutschlands über ein paar kurze Wege zur dänischen Seite der Fjordvejen (Flensburger Förde) in die Ortschaft Sønderhav , wo nach ein paar Fotoaufnahmen in der reizvollen Landschaft mal wieder Zeit zum Essen war. Annies Kiosk gehört zu den wohl bekanntesten Hotdog Buden Dänemarks und hier trifft sich wirklich alles. Von Halbschuhausflüglern über Campingtouristen, Senioren, junge Familien, bis hin zu ganzen Rockerclubs mit langen Bärten und schweren Maschinen, Annie hat für jeden das passende Würstchen im Brötchen im Angebot. Alleine 18 Versionen in unterschiedlichster Ausstattung stehen auf der Karte und dazu ist noch jede Kombination aus allem möglich.


Doch erst einmal genug gefuttert und nach einer herzlichen Verabschiedung, zu der uns Jens-Eric noch ausreichen mit Anis Korn aus seiner Region versorgte, den man nach seiner Aussage in Skandinavien zur Not auch als Zahlungsmittel nutzen konnte, ging die Reise nun ohne Pause weiter zu unserem Tagesziel Taars, unweit der Nordspitze Dänemarks. Nach einem soliden dänischen Abendessen im Restaurant unseres Hotels, serviert von der ob unserer guten Stimmung zuerst etwas irritierte, dann aber doch durchaus amüsierten Emilia, machten wir uns noch daran den Service an unseren Autos zu machen. So kam es auch zum erster Einsatz unseres neuen elektrischen Wagenhebers, der von Andre erst eher skeptisch beäugt, dann aber mit einem breiten Grinsen (kleine Kinder spielen gern, große noch viel lieber…) geadelt  wurde und alles ging reibungslos von Statten. Die erste Etappe hat keine erkennbaren Spuren an den Fahrzeugen hinterlassen. Nur die Sache mit dem Wagenheber könnte sich noch als unklug heraus stellen, denn bereits die Speisefolgen der letzten Stunden und Tage würde durchaus den Einsatz eines manuell mit Muskelkraft betätigten Hebers rechtfertigen…


Fazit des Tages: einmal mehr sind wir nicht zuletzt kulinarisch voll auf unsere Kosten gekommen und dieser Teil des Nordens hat bereits am ersten Tag unserer Reise einen dicken Daumen HOCH verdient.