Das bi-fuel Delorean Projekt ist aus diversen Diskussionen um die Durchführbarkeit dieser Umbaumaßnahme entstanden und war ursprünglich als reine Machbarkeitsstudie angelegt. Nach Umsetzung der Idee in der ersten Version kamen einige neue Erkenntnisse auf und wir haben uns entschlossen das Projekt nun mit TÜV-Segen und allem was dazugehört auf die Straße zu bringen. Nachdem wir in einem anderen Projekt aus dem Bereich der alternativen Antriebe bereits eine geprüfte Tankhaltevorrichtung für den Einsatz im Delorean hatten, fehlte neben ein paar EU-geprüften Einzelkomponenten nur noch ein Abgasgutachten, das uns dann vom TÜV Automotive erstellt wurde und der Umbauabnahme stand nichts mehr im Weg. Seit Oktober 2008 läuft der Wagen nun im Gasbetrieb und seit Sommer 2009 auch mit offiziellem TÜV-Segen im Rahmen einer Einzelabnahme. Bei der Flüssiggas Anlage handelt es sich um ein Venturi-System mit Vorwärmung über das Kühlmittel des Motors und als Gasspeicher ist ein 70 Liter Tank unter einer Abdeckung hinter den Sitzen verbaut. Die Befüllung erfolgt über einen dezent hinter dem Luftgitter an der linken B-Säule verdeckt angebrachten Einfüllstutzen. Der Verbrauch liegt je nach Last und Einsatz etwa 10 bis 20% über dem Durchschnitt mit bleifreiem Kraftstoff und eine Tankfüllung (etwa 63 Liter, das entspricht 90% des Tankvolumens) genügt für eine Strecke von etwa 500km.

 

Auto wird betankt

  

 

 


 

2013 "Voyage en France"

 

 

 

Im Sommer 2013 kam es zu einem besonderen Langstreckentest des bi-fuel Delorean. Innerhalb von 11 Tagen wurde eine Strecke von 4700km rund um Frankreich gefahren und VIN 01178 hat mit fast ausschließlichem LPG Betrieb keine Schwächen gezeigt. Zum Test eines Kraftstoffkühlsystems wurde eine etwa 300km lange Etappe im heissen Süden Frankreichs mit Otto-Kraftstoff gefahren, den gesamten Rest der Strecke hat der Wagen jedoch mit Flüssiggas bei einem Durchschnittsverbrauch von unter 12 Liter (exakt 11,88 l/100km) hinter sich gebracht.

 

Die Versorgung in Frankreich mit "GPL" ist gut geregelt und selbst Supermarkt Tankstellen bieten das Gas an.

 

 

Größere Markentankstellen haben fast alle eine "GPL Säule auf dem Gelände.

Die Preise für GPL waren in 2013 in Frankreich durchschnittlich etwa um 15-20% höher wie in der BRD. Rein wirtschaftlich lohnt das Fahren mit Flüssiggas somit wirklich nur, wenn der Motor sauber einreguliert ist und im Volumenverhältnis zum Benzin nicht erheblich mehr Gas verbrennt. Ein bleibender Vorteil des Gasbetriebs ist jedoch das deutlich unschädlichere Abgas mit nicht mehr meßbarem Ausstoß von Stickoxiden, die bei der Verbrennung von Otto-Kraftstoffen doch vergleichsweise hoch sind. Unser bi-fuel hat über die gesamte Strecke eine gute Figur gemacht und Motorlauf und Fahrverhalten sind nach wie vor annähernd identisch zum Betrieb mit handelsüblichem Otto-Kraftstoff.