Motor / Zündung / Einspritzung

 

 

Der Motor nebst Zündung und Einspritzanlage entspricht grundsätzlich dem finalen Entwicklungsstand, der später in die Serie übernommen wurde. PILOT21 musste für den Abgastest alle abgasrelevanten Eigenschaften des späteren Serienwagens aufweisen um zur Ermittlung der Referenzwerte für eben diese Serienfertigung geeignet zu sein.

 

Lambdaregelkreis, Leerlaufregelkreis, Kennfeldzündung, alles entspricht grundsätzlich der späteren Serienausstattung. Im Detail finden sich jedoch kleine Abweichungen, die wohl dem üblichen technischen Fortschritt zwischen den Entwicklungsstufen 1979 und 1981 geschuldet sind und für die Einhaltung der Abgasgrenzwerte ohne Relevanz sind.

Drosselklappengehäuse ohne Gummizwischenflansch.

 

 

Zu diesen kleinen Unterschieden sind auch noch Spuren verschiedener Sensoriken wie verschiedene Temperaturfühler z.B. an Abgaskrümmer und Krümmerrohr, und auch zusätzliche Abgasentnahmestellen zu erkennen.

 

Motor

Ein 2849ccm Renault V6 Motor mit einer 90° Zylinderanordnung. Der Leichtmetallmotor entsprang einer in den 70er Jahren als Gemeinschaftsprojekt von Peugeot, Renault und Volvo als EURO V8 entwickeltem Konzept, dass der sog. Ölkrise in eben den 1970er Jahren zum Opfer gefallen ist. Zeitgenössisch wurde der mit den Anfangsbuchstaben der Entwickler titulierte PRV V6, wegen seines mit 2 Ketten gesteuertem und einer weiteren Kette zum Antrieb der Ölpumpe versehene Steuerkettenantrieb auch als Kettenmonster bezeichnet.

Dieses Triebwerk wurde von Renault in Frankreich gefertigt und wenn man den Überlieferungen glauben schenken darf, wurden weder die Vorserienmotoren, noch die etwa 9000 für die Serienfertigung gelieferten Motoren jemals bezahlt und die Rechnung dafür ging in der Konkursmasse wohl erfolgreich unter.

 

Zündung

Eine BOSCH TSZI Kennfeldzündung. Die verwendete Transistor Spulen Zündanlage wird über einen Induktivgeber im stehend verbauten Zündverteiler ausgelöst. Zündspule, Zündschaltgerät und Zündkerzen kommen eben vom deutschen Zulieferer Robert Bosch, wobei die Zündleitungen, ganz tranditionell Renault, vom französischen Hersteller Bougicord geliefert wurden. Die Zündanlage von PILOT21 entspricht hier in allen Details der späteren Serienausführung.

Besondere Erwähnung verdient die ungewöhnliche Geometrie der Verteilerkappe, deren 360° Runde abwechselnd in je 3 45° und 3 75° Abständen verläuft. Diese Besonderheit ist der 90° Zylinderanordnung und der entsprechend gekröpften Kurbelwelle geschuldet.

 

Einspritzung

Eine BOSCH K-Jetronic mit ergänzter Lambda-Regelung. Das "K" steht hier für kontinuierlich, was auf die Weise der Kraftstoffzufuhr hinweist. Ab dem Startvorgang wird kontinuierlich Benzin eingespritzt und die für eine saubere Verbrennung benötigte Menge wird je nach Betriebszustand per Veränderungen am Druck (Warmlaufregelung und Lastanpassung) und Volumen (Ein -und Ausfahren des Steuerkolbens und damit einhergehende weitere oder geringere Freigabe der Steueröffnungen) angepasst. Die zusätzlich an diese Einspritzung verbaute Lambda-Regelung war mehr Notlösung wie Stand der Technik, da BOSCH in 1980 bei vom Hersteller gewünschter, bzw. vom Gesetzgeber geforderter lambdabasierender Regelbarkeit, bereits das Nachfolgesystem, die KE-Jetronic, angeboten hat. Die DMCL hatte jedoch weder die Zeit, noch die Finanzkraft das modernere System noch kurzfristig im DMC12 zu integrieren.

PILOT21 ist mit den identischen Komponenten bestückt wie die späteren Serienfahrzeuge und auch alle Grundeinstellungen wie Systemdruck, Steuerdruck, Warmlaufreglerkurve und auch lastabhängige Steuerdruckanpassung, entsprechen dem späteren Serienstand.

 

 

 

--- Fortsetzung folgt ---