"Early Bird", das frühe Geflügel aus dem Stall der DMCL

In unseren Lagern befinden sich zahllose Artefakte, die von den frühen Stunden des DMC12 berichten. Hier eine Auswahl der kleinen Unterschiede und Besonderheiten.

 

Frontklappe

Die frühen Modelle verfügen über eine in der Fläche der Frontklappe integrierte Tankklappe. Wegen der aufwendigen und zeitintensiven

Nachbearbeitung des um die Aussparung nach Pressung meisst stark verzogenen Haubenblechs, wurde diese Klappe bald weggelassen.

Später wurde die Version 2, mit Sicken und ohne Tankklappe, als Weiterentwicklung verkauft und der Wegfall der Klappe mit dem Wunsch

nach einer glatteren Optik gerechtfertigt. Tatsächlich war es jedoch ein klare Kapazitäts- und Kostenfrage.

Die Anschraubflächen für die Frontklappenscharniere haben von je vier Innengewinden bei den Prototypen (links) über vier starre Stehbolzen

bei den frühen Modellen (mitte) für die Großserie die Entwicklung zu einer in Langlöchern von rechts nach links verschiebban Stehbolzenplatte

(rechts) gemacht. Die Scharniere verfügen ebenfalls über Langlöcher, allerdings um 90° versetzt, was das Einstellen der Klappe ermöglicht.

 

Türe

Die Aussparung für den planmäßigen Einlauf des Schließzapfen ist bei den ersten Modellen parallel ausgeführt und es waren auch

keine weiteren Maßnahmen zur Führung des Zapfens getroffen. Später wurden die Aussparungen in V-Form ausgeführt und dann

auch noch Führungsblöcke, sog. DOOR GUIDES aus Kunststoff oder auch Metall angebaut. So fährt der Bolzen geführt in das Schloß

 

Frontscheibe

>integrierte Antenne

 

Chassis

Die Flächen seitlich neben dem Motorraum sind bei den frühen Modellen mit einer Struktur versehen.

Zusätzlich zur Verklebung der zwei Chassishälften kamen bei den Prototypen wenige Klammern zum Einsatz und die Oberflächen

in der Klammerzone waren komplett eben.  Die frühen Serienmodelle zeigten zur Montagehilfe hier bereits kleine Erhebungen

und die Teile wurden miteinander vernietet. In der Großserie kamen dann wieder kostengünstige Metallklammern zum Einsatz.

 

Dieses Loch im Kofferraum rechts, analog zur Bohrung für Scheibenwaschmittelbehälter

links,  findet sich ausschließlich bei Vorserienversionen und sehr frühen Auslieferungen.

 

Diese Aussparung sollte als Zwangsentlüftung des Innenraums dienen, doch es wurde schon bald darauf verzichtet.

 

 

Die hier gezeigte Version ging so nie in Serie und stammt wohl aus einem Versuch der  Fa. Wooler Hodec.

Wooler Ltd., Machining and Weldung, war beauftragt, die rechtsgelenkten Versionen des DMC12 zu bauen.

 

Türverkleidungen

 

Die hier gezeigten Verkleidungen zeigen oben die Version der ersten Serien, die schon bald der Version in der mitte weichen musste.

Zum leichteren schließen der Türe von innen wurde bei den frühen DMC12 ein zusätzliches Lederband mit Metallring in den Türgriff

eingefädelt, was immer etwas provisorisch wirkte. Bei der zweiten Version war eine Lederschlaufe fest in die Verkleidung integriert.

Das Detail auf dem Foto unten zeigt ein Prototypenteil mit nach hinten abfallender Bauform, dass in dieser Variante nie in Serie ging.

 

Als Trägermaterial für die Türverkleidungen oben wurde bei den sehr frühen Modellen Kunststoff

verwendet.  In der Großserie wurden diese Träger aus Faserverbundholz "Presspappe" gefertigt.

 

Heckabdeckung oben

Die mittig angeordneten senkrechten Streben zwischen den Stufen der Heckabdeckung  (UPPER LOUVRE)  sind bei den

frühen Modellen nur als schmaler Steg ausgeführt. Da diese Region jedoch bereits bei nur gering zu grober Handhabe

zum Bruch neigte, wurden die Streben schon bald im Querschnitt als "T" und somit etwas stabiler ausgeführt. 

 

 

Türschließzylinder

Die frühen DMC12 wurden, nach dem Standart der damaligen Zeit, mit unterschiedlichen Schlüsseln für Türschloß und für Zündschloß

ausgeliefert. Die Türschließzylinder dieses 2-Schlüsselsystems wurden mit einer Kunststoffhülse in einem Bajonettsystem in den Türen

gehalten. Die Schließzylinder späterer Modelle benötigen Einbauöffnungen mit 4 im 90° Winkel angeordneteten Aussparungen und nicht

wie unten gezeigt, nur zwei. Ausserdem sind die späteren Versionen per Metallbügel gesichert, was Aus- und Einbau sehr erleichtert.

 

Armaturengehäuse

>Bezug mit umlaufender Naht

 

Mittelkonsole

Die Ablageschale in der Mittelkonsole hinten wurde bei den frühen Modellen mit schwarzer Ausstattung beflockt.

Später kamen die Kunststoffschalen ausschließlich in glatter Lederoptik zum Einsatz.

 

Verkleidung Kniebereich

 Die Verkleidungen im Kniebereich rechts (KNEE PAD RH) wurden im Prototypenstadium mit zusätzlichen Stehbolzen und Strebe

zur Verstärkung gefertigt.  In der Serie wurde darauf verzichtet, was im Hinblick auf Funktion und Stabilität keine Rolle spielt.

 

 Seitenleuchten

Die Aussparungen für die quadratischen Kunststoff Steckmuttern zur Aufnahme der Schrauben der Seitenleuchten wurden bei sehr frühen

Modellen der Vorserie als rundes Loch ausgeführt. In der Serie wurde im normalen Produktionsablauf eine quadratische Aussparung gestanzt. 

 

Die Dichtungen der Seitenleuchten waren bei den frühen Modellen aus Moosgummi und Formschlüssig analog zur Aussenkontur der

Leuchten gefertigt. Später kamen dann die heute üblichen Gummidichtungen mit jeweils einem Rand oben und unten zum Einsatz

 

Dachblech

>Halter für Zierblende hinten oben eingeklebt (In Serie alle 4 Haltehaken Teil des Dachblechs)

 

Himmelverkleidungen

>Im Prototypenstadium wurde mit Echlederbezug und aus Einzelteilen zusammengenähten

Bezügen experimentiert, was in der Serie nie zum Einsatz kam.

 

Schaltgetriebe

>Die Eingangswelle der Schaltgetriebe sehr früher Modelle unterscheidet sich in der Keilwellenverzahnung von

den späteren Versionen, was im Fall von Kupplungsverschleiß ein entsprechend geeignetes Ersatzteil erfordert.

 

Klimaanlage

>Dehnstoffelement zur Druckregelung