Green 'n' grey Tour 2018

oder auch

mit Bäcker Franz auf Reisen!

Green and grey, grüne Landschaft, graue Straßen, Edelstahl in seiner schönsten Form, Edelstahl in Bewegung!

 

Donnerstag, 31.05.2018:

Zur diesjährigen „Bäcker-Franz-Tour“ trafen sich bei Ehrnthallers in Ruhpolding am frühen Vormittag 5 Hecktriebler aus Deutschland und Österreich zu einer fröhlichen Kaffee-Klatsch-Begrüßungsrunde und bei schönstem Reisewetter machten sich die vier Delorean und das eine Käfer Cabrio auf den Weg über die Großglockner Alpenstraße hinauf auf etwa 2400 Meter zum Fuscher Törl um hier den Bergblick zu genießen und ein paar Fotomotive zu suchen. Ein zeitgleich die Hochalpenstraße hinauf gefahrener Motorradfahrer outete sich sogleich als Delorean Fan und erkannte AIC-DL81 aus einer TV Sendung. „Das ist doch der Wagen mit der automatischen Tankklappe?“ Lustig, was dem geneigten Enthusiasten so alles in Erinnerung bleibt.

 

Jedoch gab es die erste echt unwirkliche Begegnung bereits am Fuße des Großglockners und dann später noch einmal auf der Kaiser-Franz-Höhe. Ein Herr mit unverkennbar indischen Wurzeln entstieg einer schwarzen Mercedes Limousine mit TAXI Schild hinter der Heckscheibe und eilte in Richtung der Delorean. „I see this car in Nepal three years ago!“ Wie sich im folgenden Gespräch herausstellte, überquerte Bomi Bhote in 2015 am selben Tag die Indien-Nepal Grenze wie die Delorean World Tour Truppe. Kleine Welt da draußen!

Bomi Bhote, Chief Executive Officer der Ruby Hall Clinic in Pune, Indien,

hat im Oktober 2015 das Delorean World Tour Team in Nepal getroffen.

 

Vom Fuscher Törl rollten wir durch die mit Restschneefeldern weiß getupfte Bergwelt Kurve um Kurve weiter zur Kaiser-Franz-Höhe, wo uns neben Aussicht auch ein gemütliches Lokal geboten wurde. Nach einem landestypischen Mittagsschmaus ging die Tour im Anschluss weiter nach Kärnten. Unterbrochen wurde die Fahrt von einem spontanen Unwetter bei Seeboden am Millstätter See, bei dem sich die Fahrbahn unmittelbar vor uns durch eine Schlammlawine in die Unbefahrbarkeit verabschiedete. Also Umdrehen und zurück, wäre da nicht auch etwas Berghang nebst Baumbruch und Geäst auf die als einzig möglicher Fluchtweg gewählte Fahrbahn gespült worden. Dank beherzter SUV Fahrer wurde dieses Hindernis jedoch gleich weitgehend platt gefahren und wir konnten die Mure mit beherztem Schwung irgendwie überwinden. Hier sei erwähnt, dass die Reste dieses Naturschauspiels Tage später aus dem vorderen Querrahmen und dem Bereich über dem Kraftstofftank zu räumen waren. Da auch mehrere Ortsdurchfahrten aufgrund der Überschwemmungen nicht mehr passierbar waren, einigten wir uns nach online Erwerb einer virtuellen Autobahnvignette, bzw. eben kostenpflichtige Registrierung des entsprechenden Kennzeichens, auf eine Weiterfahrt über die angrenzende Autobahn.

 

 

Zum Abend erreichten wir nach diesem ereignisreichen Tag und der Anfahrt über die mit einer grünen Ampel, zahlreichen Tunnels und weiteren in den Fels geschlagenen, teils kurvig angelegten Bergdurchbrüchen und spektakulären Zufahrtsstraße das wundervoll am Rande einer Staumauer gelegene und in seiner geometrischen Grundform rund ausgeführte Berghotel Malta, wo wir den heutigen Tag bei einem gemütlichen mehrgängigen Abendessen in launiger Runde beendeten. Tagesziel erreicht.

 

Freitag, 01.06.2018:

Vor der Weiterreise spazierten wir noch, nun wieder bei strahlendem Sonnenschein, an der Oberkante des Kölnbreinspeichers entlang und genossen auf einem sog. Airwalk mit Gitterboden den Ausblick in das saftig grüne Maltatal hinein.

 

Bei Abfahrt, wieder über die spektakuläre Bergstraße zurück, wurden wir mittendrin von einer jetzt roten Ampel gebremst. „Wartezeit 21 Minuten“ war auf einer Anzeige neben dem Rotlicht zu lesen und so wurde unsere Truppe erst einmal von Amtswegen entschleunigt. Nach den 21 Minuten verlief die restliche Abfahrt über die engen Wege dann ohne Gegenverkehr, was auch den Sinn der einsamen Signalanlage erklärte.

 

Weiter dann über den Wurzenpass nach Slowenien durch den Triglav Nationalpark mit sehr einladendem Grün und an ansprechenden gemütlich wirkenden Erholungsgebieten vorbei. Die Begegnung des Tages war heute eine Schafherde, die sich auf der zum Teil mit Kopfsteinpflaster angelegten Passstraße hinter einer Kurve augenscheinlich von einem angrenzenden Waldhang herunter verirrt hatte und nun unsere und die Fahrt aller anderen Verkehrsteilnehmer einbremste. Ferdinand, Copilot und Junior vom Bäcker Franz, nahm sich der Sache an und dirigierte die Herde wild mit den Armen wedelnd zurück in ihr Revier.

 

 

Zu Mittag fanden wir uns mitten in den Bergen an einem einfachen slowenischen Ausflugslokal bei Kranjska Gora ein und nach kurzem Überfliegen der fremdsprachigen Speisekarte wurde der Einfachheit halber Ćevapčići mit Pommes für alle geordert, was sich als gute Wahl herausstellte. Es war einfach nur saulecker!

 

 

 

Weiter ging es über Italien mit Kaffeepäuschen in einem kleinen Straßencafé bei Tarvisio in der Provinz Udine, einem Halt am Lago di Pramollo und dann nach nur wenigen Metern wieder rüber über die italienisch-österreichische Grenze nach Kärnten.

 

Lago di Pramollo

 

Unser heutiges Tagesendziel war das Hotel & Spa Wulfenia in Hermagor auf etwa 1500m Höhe und hier beendeten wir auch diesen zweiten Tag nach einem kurzen Aufenthalt im hauseigenen Schwimmbad- mit Sauna- und Dampfbadbereich mit einem gepflegten gemeinsamen Abendessen. Tagesziel auch heute erreicht!

 

Nachtrag zum heutigen Fahrtag aus der Sicht von Wolfgang: „Der heutige Tag und die von Franz ausgewählte Strecke geht ganz weit oben in mein ganz persönliches LIEBLINGSSTRASSEN RANKING ein. Selten so viele Kurven gefressen! Neben der Natur und den Straßen kam auch noch der quasi nicht vorhandene sonstige Verkehr und das Traumwetter dazu, Faktoren die wohl schwer zu beeinflussen sind, sich doch heute voll und ganz zu unseren Gunsten verhalten haben.“

 

 

Samstag, 02.06.2018:

Die Truppe startete nach einer Fotosession mit Hotel-Chefkoch nebst Empfangsdame wieder Richtung Italien und hier mitten rein in die Dolomiten.

 

 

Wir passierten Prato Carnico in der Provinz Udine mit seinem kleinen schiefen Turm und hatten mittags einen Aufenthalt in einem abgelegenen, jedoch riesigen Gasthof bei Auronzo di Cadore in der Provinz Belluno, in dem wir heute die einzigen Gäste waren.

Kulinarisch hat man uns hier gleich einmal mit leckeren landestypischen Vorspeisen verwöhnt und im Anschluss mit Pizzabroten, hausgemachten Gnocchi in Salbeibutter, Pasta in Tomatensauce und zu guter Letzt italienischem Kaffee und Cappuccino den Magen geschlossen.

Uff und fein und gut und voll.

 

 

Am Nachmittag hielten wir nach einem spektakulären Passaufstieg deutlich über die Baumgrenze an dem im felsigen Dolomitengebirge gelegenen RIFUGIO AURONZO, der Auronzo-Hütte, zu Kaffee, Kuchen und Fotos im Schnee. Anschließend ging es sehr kurvenreich über teilweise knapp bemessene Wege weiter zum herrlich gelegenen Passo Giau, wo uns am Ende dieses Tages das urige Hotel P.GIAU bei Colle Santa Lucia in ca. 1480m empfing, in dem wir einen weiteren und für diese Reise letzten gemeinsamen entspannten Abend bei angenehmen Gesprächen verbrachten und erst nach Mitternacht in bester Laune beendeten. Tagesziel? Aber sowas von erreicht!

 

Sonntag, 03.06.2018:

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Passo Giau brachen wir alle Richtung Heimat auf und nach einem letzten Tankstopp in Österreich zog jeder wieder seiner Wege.

 

Die Green 'n Grey-Tour 2018 war wieder eine unglaubliche Ansammlung von wunderbaren Landschaften, super Touren über abwechslungsreiche und kurvige Strecken, tollen Aussichten, spektakulären Zielen und fein ausgewählten, aber doch immer bodenständigen Hotels.

Dazu kam noch die entspannte Stimmung in unserer Runde und all das zusammen machte die Tage wieder zu einer unvergesslichen Veranstaltung, die uns Franz dank seiner super Planung hier bescherte.

 

Hinweis zum Ende: Ein solches Event lebt ausschließlich vom MITMACHEN und der Aufwand, den Franz hier in seiner knappen Freizeit und vollständig ehrenamtlich für uns alle treibt, verdient besondere Beachtung und wir alle hoffen für eine nächste Tour mit Bäcker Franz auf zahlreiches Interesse unter den Deloreanern und rege Teilnahme!  …ob nun mit oder ohne Delo.