AUTOZAM AZ-1

side effect project

(Flügeltüren, nur teilweise versenkbare Seitenscheiben, Türzuziehschlaufe, nur 2 Jahre gebaut,...)

 

In der Reihe "side effect project" stellen wir ein weiteres Fahrzeug in Europa auf die Straße. Der AZ-1 folgte einer Konzeptstudie aus dem Hause Suzuki, dem "master at kei" , und diese Studie wurde zum Beginn der 1990er Jahre von Mazda weiterentwickelt und vom Oktober 1992 bis 1994 im Auftrag von Mazda gebaut und unter deren Marke AUTOZAM, die bei Mazda für sog. K-car oder Kei car oder Keijidosha / kei jidōsha (軽自動車, lit. "light automobile"), Verwendung findet, vertrieben. Zu der 4392 mal gebauten MAZDA / AUTOZAM Variante mit Chassiscode E-PG6SA wurden noch 531 baugleiche Flügeltürer mit Chassiscode E-PG6SS produziert und unter der Bezeichung SUZUKI CARA vertrieben. Hergestellt wurden die Wagen von der japanischen Kurata Co., Ltd und das Projekt E-PG6SA/S war für den aus Hiroshima stammenden und in Entwicklung und Produktion u.a. von Leichtbaukarosseriekonzepten bekannten Betrieb, das erste unter seinem Dach gebaute Komplettfahrzeug. Komponenten wie Motoren, Getriebe, Elektrik und Fahrwerkselemente stammten hier zumeist aus den Suzuki Regalen.

Grundsätzlich kann man den AZ-1 als Flopp bezeichnen. Im Konzept vergleichbare Fahrzeuge wie der Suzuki Cappuccino oder der Honda Beat brachten es auf insgesamt 28.010 bzw. 33.600 Einheiten. Mazda verfehlte das geplante Verkaufsziel von 800 Einheiten pro Monat um Welten. Der AZ-1 galt zwar als supercool und auch spektakulär, doch hatte das seinen Preis und in 1992 war für die identische Summe auch ein ausgewachsener Miata MX-5 zu bekommen. Nach Produktionsstopp in 1994 waren noch ausreichend Fahrzeuge lagernd, um den Markt bis September 1995 damit zu versorgen.

 

Das Kei car, dass in Übersetzungen auch als Kleinstwagen oder mini car benannt wird, hat in Japan eine lange Tradition, die bis in die Nachkriegszeit zurück reicht und eben speziell in den Nachkriegsjahren zur Massenmobilisierung in Japan sorgte. Zu Beginn bevorzugt als kleine Lastenträger gedacht, entstanden schon sehr bald Fahrzeug mit Dach und Sitz und Rundumverglasung. Das Keijidosha geniest in Japan auch heute noch einige Privilegien bei Registrierung, Steuer und Parkraumnutzung.

Ab 1990 galten für ein Fahrzeug dieser Gattung die Maximalwerte: Länge / Breite / Höhe:  3,3 / 1,4 / 2,0 Meter. Als Antrieb waren max. 660ccm und 47KW (64PS) erlaubt.

Unser Siberia blauer AZ-1 kommt tatsächlich direkt aus Japan und hat, um zum team-deloman side effect project zu werden, als Schlüsselreiz die Flügeltüren und somit ein automobiles Konstruktionsmerkmal, dem sich wohl kaum ein Deloreaner entziehen kann. Ausserdem ist wie beim DMC12 auch beim AZ-1 nur ein kleiner Teil der Türscheibe versenkbar. Ein weiteres Dejavuu ergibt sich beim Blick auf ein kleines Detail. Auf die Türschlaufen, die genau wie bei frühen Deloreanmodellen einfach um den Griff geschlungen sind.

 

der AZ-1

 

Hersteller: Kurata Co., Ltd (jetzt KEYLEX Corporation) für Mazda und Suzuki

Modell: AUTOZAM AZ-1

Program Manager für den AZ-1: mr. Toshihiko Hirai (der sich auch für das MX-5 Miata verantwortlich zeigte)

Verantwortlich für das Design: chief designer mr. Yujiro Daikoku

Abmessungen: Länge: 3295mm  Breite: 1395mm  Höhe: 1150mm

Leergewicht: 720kg

Gesamtmasse: 830kg

 

Motor:

Typ: F6A

Lage: Mittelmotor

3-Zylinder Otto Reihenmotor

2 obenliegende Nockenwellen (DOHC)

4 Ventile je Zylinder

657 ccm turbo (Suzuki F6A)

47 kW (64 PS) bei 6500 /min

8,7 kg/m / 85,3 Nm / 63 lb ft bei 4000 /min

Kompression 8,3 : 1

Bohrung / Hub: 65mm / 66mm

Multipoint Benzineinspritzung

 

Abgasnachbehandlung:

Katalysator mit Lambda-Regelung, beheizter Lambda-Sonde und Abgastemperaturüberwachung nach Kat

 

Getriebe:

5-Gang Schaltgetriebe mit 1-Scheiben Trockenkupplung und Seilzugbetätigung.

Übersetzungen:

1. Gang 3,818

2. Gang 2,277

3. Gang 1,521

4. Gang 1,030

5. Gang 0,837

Achsantrieb 4,705

 

Fahrwerk:

4 Einzelradaufhängungen mit MacPherson Federbeinen

Wendekreis: 4,7 Meter (was noch zu beweisen ist...)

Lenkeinschlag: 2,2 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag

Radstand: 2235mm

Spurweite vorne / hinten: 1200mm / 1195mm

Scheibenbremsen vorne und hinten

Bereifung: 155/65R13 73H vorne und hinten, serienmäßig auf Stahlfelgen 5JX13H2

 

Kraftstofftank: 30 Liter

Verbrauch Stadt / Außerstädtisch / Durchschnitt in l/100km: ca. 5,8 / 4,0 / 4,6 (Herstellerangabe)

 

Neupreis 1992 1,498 Millionen ¥ (entsprach etwa 12400 $)

 

Farben (Serie): Siberia Blue oder Classic Red, beide Versionen mit Stoßfängern und Schwellerblenden in Venetian Gray

Im Laufe der Produktion wurden auch 100 Sondermodelle "MazdaSpeed" gefertigt, die komplett in schwarz, rot oder silver bestellbar waren und mit einem MazdaSpeed Karosserie-Kit, bestehend aus großem Heckspoiler, Frontschürze, geänderten Seitenschwellern und Alufelgen, aus dem Werk rollten.

 

copyright: Aoshima 053386

 

 



Aufnahmen unseres siberia-blauen Erstserien AZ-1 noch in seiner Heimat Japan. Wenige Wochen später wird er den Weg nach Europa machen.

   

 

   

Die Delorean-Schlaufe.                                                                                  Alles fein mit Protokoll.

 

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 Der Verlauf unserer AZ-1 Geschichte...

In 2017 wurde uns von einem alten Bekannten aus der Deloreanszene ein link auf die britische ebay Seite übermittelt, wo ein Händler zwei AZ-1 anbot. Einer rot, einer schwarz und beide mit Spoiler, Alus, Stereo und Trallala. Nett anzuschauen, aber für mich nur eine Randnotiz im Universum der beflügeltürten Vehikel.

2018 stand dann mit einer Gruppe befreundeter Lotus- und Sportwagenfreunde aus der Stuttgarter Gegend der Besuch des Mazda Museum in Augsburg auf dem Plan. Auch dort war ein AZ-1 ausgestellt, augenscheinlich ein silberner MAZDASPEED, der neben seinen werkseitigen Umrüstungen auch noch weitere Verspoilerungsmaßnahmen über sich ergehen lassen musste. Natürlich interessant ein solches Fahrzeug einmal real zu sehen und der unbedarfte Besucher empfindet den Anblick bestimmt als toll und spektakulär, doch war mir nach dieser Begegungen noch mehr nach dem Echten, nach dem Ursprünglichen, eben nach dem was die Konstrukteure in 1992 erschaffen haben.

 

01.04.2018

Anmeldung bei CAR FROM JAPAN über deren Plattform ein befreundeter Autoenthusiast in der Vergangenheit bereits zwei PKW angekauft hatte.

 

09.04.2018

Auswahl getroffen, einen frühen AZ-1 im original Zustand entdeckt. Nicht verbastelt, nicht getuned, keine Spoiler, keine Alus, alles so, wie es vor 26 Jahren bei Kurata Co., Ltd zusammengeschraubt wurde.

 

13.04.2018

Kauf zu 11720 USD / 9496 EURO bestätigt und Onlineüberweisung veranlasst. Gelernt, dass man für eine Auslandsüberweisung das jeweilige Empfängerland bei seiner Bank freischalten lassen muß.

 

15.04.2018

Aoshima 1:24 Model eines AZ-1 aus Japan bestellt. Das Bild auf der Verpackung entspricht exakt unserem ausgewählten Modell.

 

16.04.2018

Zahlung für das Fahrzeug abgebucht und somit auf den weiten Weg nach Japan gegangen.

 

19.04.2018

Zahlung in Japan angekommen. 3 Tage dauert es also, bis knapp 9 1/2 Tausend Euro von Bayern startend in Japan landen.

"We are happy to inform you that your payment has been confirmed today for the following car. CFJ2145651 Mazda AZ-1 1992"

"We are now applying for export certificate for this car. Normally it will take 10-14 working days to arrange the shipment so please wait for us."

 

02.05.2018

Als kleiner Vorbote hat ein Aoshima Modellbaukit im Maßstab i:24 den für unseren AZ-1 geplanten Weg von Japan nach Bayern schon mal gemacht.

 

05.05.2018

Da die genannten 10-14 Werktage nun vorüber waren, höfliche Anfrage nach Japan geschickt, wie es denn nun weiter geht...

 

07.05.2018

Es geht weiter.

"We have got the export certificate of the car and attached it to this email for your review. At the moment, we found 3 possible date for shipping which are May 11st- 19th or 20th."


 

08.05.2018

...und es geht schon wieder weiter. Die Plattform hat geschrieben:

Somit ist davon auszugehen, dass der Wagen zum Anfang Juli bei uns in Bayern steht. Ob es zum Jahrestreffen des Delorean Club Deutschland reicht? Abwarten...

 

14.05.2018

"I attach the shipping order for your review. Kindly check. We will share the copy of Bill of Lading later this week. Regards..."

Die Kopie der "Bill of Landing" traf dann auch wie zugesichert ein paar Tage später per Email bei uns ein.

 

 

24.05.2018

DHL World Wide Express wurde seinem Namen gerecht und hat den Umschlag mit allen Papieren einmal um die halbe Welt von TOKYO nach Bavaria übersandt.


 

21.06.2018

WALLENIUS WILHELMSEN LOGISTICS schreibt: "Notice of Arrival for Tomar FL817 eta. BRH 26.06.2018"

Somit ist davon auszugehen, dass der Container mit dem Wagen wie geplant am 26. Juni deutschen Boden berühren wird.

Zeitgleich kam auch Nachricht der Agentur, die für uns die weiteren Zollformalitäten vornimmt und Papierkram wie Zollvollmacht und Inhaltserklärung wunden unterschrieben. Nun noch die original Bill of Landing nach Bremerhaven geschickt und dem Import sollte nichts mehr im Wege stehen.

 

06.07.2018

"...anbei Rechnung für den Import Mazda. Wir geben nun den Auftrag an unseren Trucker, dass er den Wagen abholt."  Weitere 4265,35 € wechseln den Besitzer. Darin ist nun alles enthalten wie Zoll, Handling, Einfuhrumsatzsteuer, Transport nach Bayern und diverse Abfertigungspauschalen. Alles wie gewohnt glasklar aufgelistet und nach insgesamt 13761,35 € wird der Wagen kommende Woche bei uns auf dem Hof erwartet. Einmal  AZ-1 von Japan nach Bavaria. Wass´n Spaß!

 

10.07.2018

"Hallo Herr Hank, Ihr Fahrzeug wird nächste Woche Montag / Dienstag angeliefert." 

 

12.07.2018

Anfrage an den Datenblatt-Service des TÜV-SÜD gerichtet. Freundliche automatische Rückmeldung: "Vielen Dank, dass Sie sich für den Datenblatt-Service von TÜV SÜD entschieden haben. Wir haben Ihre Bestellung erhalten. Das Datenblatt wird innerhalb von 2-3 Arbeitstagen erstellt und Ihnen dann per Nachnahme zugesandt. Mit freundlichen Grüßen, TÜV SÜD Auto Service"

...na da sind wir jetzt ja mal gespannt, was da in 2-3 Arbeitstagen kommt. Es würde mich doch tief beeindrucken, wenn hier mal eben und einfach so ein Datenblatt für einen AZ-1 vorliegen würden. Wir werden weiter berichten...

 

16.07.2018

"Sehr geehrter Herr Hank, vielen Dank für Ihre Anfrage. Für dieses Fahrzeug können wir Ihnen leider kein Datenblatt liefern. Ggf. kann Ihnen der Hersteller weiterhelfen."  Womit das vollmundige Versprechen, in 2-3 Arbeitstagen ein Datenblatt zu liefern, mal eben in eine leider-kein-Datenblatt Floskel umgewandelt wurde. Der Herstellerhinweis ist nett, doch sind wir da bereits vor Monaten darauf gekommen und Mazda Deutschland kann schon mal nichts liefern. Mazda Japan hat nur die üblichen technischen Daten wie Länge, Breite, Höhe, Gewicht u.s.w. am Start, doch gibt es bislang keine Auskunft über das zur Zulassung relevante Abgasverhalten. Wenn der Wagen nun tatsächlich hier ist, werden wir erst einmal eigene Daten ermitteln und diese mit den vorliegenden Herstellerangaben abgleichen um dann mit einem TÜV Prüfingenieur vor Ort ein Gutachten zu erstellen. So der Plan...

 

17.07.2018 14:30Uhr

Etwa 3 Monate nach Kauf berührt unser AZ-1 erstmals bayrischen Boden. Der Wagen, oder wie vom 130 Kilo LKW Fahrer bezeichnet "das Spielzeug", ist nun hier. Ein erstes recht köstliches Bild machte eingangs erwähnter stämmiger Trucker, der zum herunterrollen vom Sattelzug über die Beifahrertüre einsteigen musste, da die Fahrertüre sich nicht öffnen ließ. Doch nahm er es gelenkig und mit Humor und auch die Ursache der Fehlfunktion war schnell in einem angerosteten Hebel am rechten Türschloß ausgemacht und auch gleich beseitigt. Nach 26 Jahres ist auch hier nicht mehr alles fit und frisch.

 

Ganz allein und ziemlich klein... schon ein bisschen viel Laster für so wenig Auto...

 

 

18.07.2018

Ein neuer Versuch, ein technisches Datenblatt zu erhalten. Heute über die Plattform der DEKRA. Nach Eingabe und übersenden aller Daten kam folgende Rückmeldung: "Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir prüfen die Fahrzeugdaten und senden Ihnen innerhalb der nächsten drei Werktage ein verbindliches Angebot zu." Das liest sich schon etwas vorsichtiger wie bei den Kollegen, doch bleibt es spannend, was denn da in den kommenden drei Werktagen "Verbindliches" bei uns eintrifft.

Parallel dazu ergab sich heute die erste Gelegenheit den Wagen einmal durchzuschauen. Das Abgassystem ist mit einer beheizten Lambda-Sonde, einem Katalysator und einer Temperatursensorik nach Kat ausgestattet, was nach meiner unmaßgeblichen Einschätzung min. EURO 3 entsprechen müsste.

Nach Ersatz der Starterbatterie lässt sich der Motor starten und der Wagen bewegt sich schon mal durch eigenen Antrieb. An der Beleuchtung herrscht Handlungsbedarf. Zum einen wird das Abblendlicht auch bei abgeschalteter Zündung dauerhaft bestromt, was auf einen Relaisfehler hinweist und der Lenkstockschalter rechts ist mechanisch beschädigt; heisst, er hängt nur noch von Kabeln gehalten aus der Lenkstockverkleidung.

Die Karosserie zeigt ein paar Lackschäden und einen kleinen Bruch an der Frontklappe, direkt neben der rechten Scheinwerferaussparung. Die Zierleisten rund um die Verglasungen an Front und den Türen sind geschrumpft, lose und teilweise auch gebrochen. Alles jedoch im Rahmen des akzeptierbaren bei einem 26 Jahre alten Wagen und es ist nichts dabei, was uns erschreckt oder als unlösbar erscheint. Alles in Allem ist die Kiste super und wir freuen uns darauf den kleinen Flügelflitzer wieder auf Vordermann zu bringen.

 

19.07.2018

Prompte Rückmeldung der DEKRA: "Sehr geehrter Herr Hank, diesen Mazda müssen wir in unserem Messlabor in Klettwitz messen lassen, denn wir haben leider keinerlei Nachweise. Eine Messung kostet hier etwa 1200 Euro netto. Mit freundlichen Grüßen..."

Na das ist ja schon mal deutlich konstruktiver wie die Aussage der Kollegen "...können wir Ihnen leider kein Datenblatt liefern." und zeigt ein grundsätzliches Interesse daran, eine Lösung zu finden. Ergebnisorientierte Beratung, da steh ich drauf!

Nur wenige Stunden später kam es dann zu einem weiteren freundlichen und durchaus ergebnisorientierten Telefonat, jetzt mit dem Abgaslabor des TÜV Süd in Heimsheim. Allerdings wurde zur Erstellung des Abgasgutachtens eine grundsätzliche Wartezeit von 12 Monaten in Aussicht gestellt. Die Kosten würden sich dann auf etwa 1500 bis 2000 Euro belaufen. Eventuell gäbe es aber die Möglichkeit, den Wagen nach Absprache einfach dort abzustellen und der Prüflauf kann dann quasi bei Gelegenheit, wenn z.B. ein anderer Termin ausfällt, durchgeführt werden. Auch das klingt nach einem gangbaren Weg und muß wohl noch im Detail erörtert werden.

Erkenntnis des Tages: Sprache und persönlicher Austausch ist deutlich höher anzusiedeln wie automatisierte und vielleicht auch unglücklich formulierte Email Nachrichten. Die Menschen beider Institutionen, DEKRA und TÜV, zeigen sich gleichermaßen interessiert eine Lösung zu finden und uns weiter zu helfen.

Es verspricht also spannend zu bleiben...

 

In den folgenden Wochen...

...wurde der Lichtschalter instandgesetzt, die verbauten Bremsbeläge identifiziert und neu beschafft, die Bremsscheiben abgedreht, Servicearbeiten wie Bremsflüssigkeitswechsel, Klimawartung und Ölservice durchgeführt, die Reifen durch brandneue BRIDGESTONE (made in Japan) ersetzt, die Felgen wegen des leichten Rostrands gestrahlt und im Pulverschmelzverfahren neu beschichtet und die Abschlußleisten um die Verglasungen der Türen und der Frontscheibe ersetzt. Originalteile waren für letztere Aktion nicht zu bekommen, somit haben wir eine vergleichbare Meterware beschafft und angepasst und die Eckstücke für die Verwendung mit der neuen Dichtung überarbeitet. Auch die zwei verbauten Lautsprecher waren mausetot und wurden durch ein Paar flammneuer ALPINE Speaker ersetzt. Das verbaute Radio kann in der BRD nicht viel, da in Japan zum Produktionszeitpunkt des PIONEER CAROZZERI Radio-CD Geräts im UKW Bereich nur ein Spektrum von 70.0 bis 89.9 MHz wählbar war und nicht, wie in der BRD aktuell, 87.5 bis 108 MHz. Somit ist neben Rock Antenne im Stadtbereich, nur noch Bayern 2 zu empfangen, was die Auswahl an öffentlich rechtlichem Entertainment doch sehr schmal hält. Der CD-Spieler erfüllt jedoch seinen Zweck und so ergibt sich die Gelegenheit, mal wieder ein paar alte musikalische Silberlinge durchzuhören.

 

Nach diesen Aktionen durfte der kleine Blaue auch die ersten Kilometer auf deutschen Straßen fahren. Nach der ersten, einwandfrei verlaufenen Probefahrt und anschließender wiederholter Sichtung aller relevanter Baugruppen- und Bauteile ist auch davon auszugehen, dass die angegebene Laufleistung von knapp 50000km den Tatsachen entspricht.

  

 

23.08.2018

Heute war wieder unser angestammter Prüfingenieur des TÜV SÜD vor Ort und er hat nach Rücksprache mit seinem Vorgesetzten eine Empfehlung zu einer Firma ausgesprochen, die ihr Geld mit der Koordination von Voll- und Sonderabnahmen verdient. Unser Anruf bei eben dieser Firma wurde professionell entgegengenommen und nach Übersendung der existierenden Unterlagen zum Wagen kam auch zeitnah eine Rückmeldung und es wurde das weitere Vorgehen geplant. Wir benötigen Einzelgutachten zu Abgasverhalten Anforderung EURO 1, zu Fahr- und Standgeräuschen, zur Bremsanlage und abschließend die Vollabnahme durch unseren Prüfingenieur. Dabei werden dann u.a. die Abmessungen des Wagen mit den uns vorliegenden Herstellerangaben verglichen und es sind sind bis dahin auch alle weiteren Punkte wie Umrüstung der Scheinwerfer auf die Bedürfnisse Rechtsverkehr mit gültigem E-Prüfnachweis und dauerhafte Einbringung der Fahrgestellnummer zu erledigen.

Nach Durchführung all der erforderlichen Einzelprüfungen können wir eine Einzelbetriebserlaubnis beantragen und dann besteht auch die Möglichkeit, für einen gewissen Betrag, vom TÜV SÜD eine allgemeine Betriebserlaubnis für das zur Rede stehende Fahrzeuge erstellen zu lassen, was uns dann die Möglichkeit gibt, auch weitere AZ-1 mit einer Straßenzulassung zu versehen.

 

25.08.2018

Erster öffentlicher Auftritt des AZ-1, im Rahmen des 8. Oldtimertags von Donauwörth. Auch wenn unser Kleingeflügel mit seinen erst 26 Jahren im Sinne des deutschen Zulassungsrechts noch nicht wirklich ein Oldtimer ist, so ist der Westentaschen Delorean hier bei den Nordschwaben herzlich willkommen, da deren Altersgrenze bei 20 Jahren angelegt wurde. Diese 20 Jahres Regelung geht übrigens auf unseren Besuch des ersten Oldtimertags DON von 2004 mit einem DMC-12 von 1981 zurück. Der Veranstalter hat, um den Delorean sicher mit dabei zu haben, die Altersgrenze damals eben einfach angepasst.

Ein paar Deloreaner wollen es sich nicht nehmen lassen, einmal zur Probe zu sitzen.

 

Im Prospekt vom MAZDA Museum wird deren AZ-1 dekorativ in Szene gesetzt. Walter Frey, Eigentümer der Museumssammlung, kam auch nach DON und er staunte nicht schlecht, einen weiteren AZ-1 auf deutschem Boden zu sehen. Da auch sein AZ-1 noch keine Straßenzulassung hat, ging das Gespräche dann sehr schnell in diese Richtung und er bekundete starkes Interesse, das von uns in Auftrag gegebene Gutachten dann auch für seinen Wagen nutzen zu dürfen. Sehr gerne! Unsere Philosophie ist es jedoch, den Bären erst zu erlegen, bevor man sein Fell anbietet, also werden wir im ersten Schritt daran arbeiten eine positive Begutachtung zu erlangen und dann ergibt sich bestimmt eine Möglichkeit, auch den Museumswagen zulassungsfähig zu bekommen. TOGETHER IS BETTER!

SURPRISE OF THE DAY ergab sich dann auf dem Heimweg. Noch in Donauwörth verlautete ein letztes kurzes drehzahlabhängiges Laufgeräusch aus dem Motorraum und der Motor stoppte. Von außen war erkennbar, dass der Keilriemen zum Generator (auch Lichtmaschine genannt) weg war und das Geräusch bei Anlasserdrehzahl entsprach nicht dem gewohnten Klangbild.


Wenn der Steuerriementrieb einen Keilriemen verspeist, führt das schon mal zu unerwünschten Nebenwirkungen.

 

Am nächsten Tag verbrachten wir den Kleinen dann per Anhänger zurück in unsere Werkstatt und nach 6 Stunden Schrauberei (...) lag das kleine 3-Zylindertriebwerk auf der Werkbank. Der Generatorriemen wurde am Vortag zwischen Riemenscheibe der Kurbelwelle und Steuerriemenabdeckung eingesaugt und veränderte die Steuerzeiten zum Nachteil der Auslassventile. Alle 6 Ventilteller waren abgebrochen und lagen, durch die Zündkerzengewindelöcher deutlich erkennbar,  in den Brennräumen, bzw. hatten sich in die Kolbenböden eingedrückt. Das nennt man in der Fachsprache wohl einen "kapitalen Motorschaden" und es gilt nun Ersatzteile wie Dichtungen, Kolben, Ventile u.s.w. zu organisieren. Philipp Wiessner von Huber & Wiessner, seit langen Jahren Motoreninstandsetzer unseres Vertrauens, hat das Triebwerk(chen) gleich am nächsten Tag gesichtet.

Die Vorbereitungen auf die Einzelbegutachtungen zum Erlangen einer vollständigen Betriebserlaubnis wurden kurzfristig auf Eis gelegt.

 

05.09.2018

Das Triebwerk ist zerlegt und analysiert und der Teilebedarf zu den "unerwünschten Nebenwirkungen" wurde ermittelt:

  • 3x Kolben +0,50mm
  • 4x Hauptlager STD
  • 3x Pleuellager STD
  • 1x Ölpumpendichtung
  • 1x Dichtung für Wedi-Flansch hinten
  • 1x O-Ring Ölsaugrohr
  • 1x Zylinderkopfdichtung
  • 8x Zylinderkopfschraube
  • 2x Kernlochdeckel mit Bund 30mm
  • 6x Einlassventil
  • 6x Auslassventil
  • 1x Ventilsitzring Auslass
  • 2x Ventilführung Auslass
  • 12x Stößel
  • 12x Schlepphebel
  • 12x Ventilschaftabdichtungen
  • 2x Gummidichtung Nockenwellenkasten an Zylinderkopf
  • 2x Ventilkeil
  • 1x Steuerriemen
  • 1x Spannrolle
  • 1x Kühlmittelpumpe

 

06.09.2018

Nach einem vorsichtigen Abklopfen unseres Netzwerks ergab sich u.a. das Gespräch mit einem alten Innungskontakt und Leiter eines lokalen Mazda Betriebs, der über einen Mazda Teiledienstleiter Kontakt zu einem Suzuki Kollegen herstellte. Dieser nahm sich die Zeit, tätigte ein paar Anrufe und kam einen kleinen Schritt weiter. Wir sollten doch die benötigten Teile fotografieren und bemaßen um entsprechendes Vergleichsmaterial in den Suzuki Regalen zu finden, bzw. ein Vergleichstriebwerk ausfindig zu machen, dessen Teilestamm zu unserem F6A passt.  

 

22.09.2018

Ein facebook Kontakt aus Japan, der unsere Delorean Aktivitäten schon seit Jahren aufmerksam verfolgt, ist auch stolzer Besitzer zweier AZ-1 und er hat noch eine Antriebseinheit übrig. "I have two AZ-1 and two engines, so I give one engine, but shipping is hard." Überzählig ist das Triebwerk übrigens, weil man in Japan gerne auf eine größere 770ccm Ausführung des F6A mit größerem Turbolader und angepasstem Motormanagement "ausweicht", was dem kleinen Renner zu Leistungswerten im 3-stelligen Bereich verhilft. Die Einheit wird nun in eine Holzkiste verpackt und unsere Evi wird den Transport von Japan nach Bayern organisieren. Vorab gleich noch Anfrage bei Zoll gestellt, wie denn eine solche Lieferung zollrechtlich zu behandeln ist, da es keinen Handelsrechnung gibt.


 

11.10.2018

Anruf aus Hannover: "Sie suchen einen F6A Turbo Motor? Ich war viele Jahre in der Suzuki Cappuccino Szene tätig und hab noch jede Menge Trümmer und Ersatzteile hier rum liegen. Darunter auch ein paar Motoren." Nach einem langen und sehr netten Gespräch fassten wir den Plan uns am 1. November in Hannover zu treffen um einen funktionsfähigen und kompletten Motor von seinen restlichen Cappuccino Anbauteilen zu befreien. Serviceteile wie Steuerriemen, Spannrolle und Kühlmittelpumpe sollen auch neu vor Ort sein und somit könnten wir das Triebwerk gleich gemeinsam einbaufertig vorbereiten. Ausserdem wäre auch noch ein Motor aus einem Unfallwagen verfügbar, der einen mechanischen Schaden am Block aufweist. Kurbeltrieb, Zylinderkopf und alles Weitere sei in Ordnung und könnte somit nebst Dichtsatz, der wohl auch in Hannover lagernd ist, eine Lösung für unser demoliertes original Triebwerk sein und unseren Wagen mit dem original Block quasi wieder mit "matching numbers" weiterfahren lassen.

 

01.11.2018

Ein Pferdehof in Hemmingen bei Hannover war der Treffpunkt und in einer kleinen gemütlichen Halle ganz hinten links war ein roter Cappuccino auf der Hebebühne platziert. Der Wagen war picobello sauber, Unterboden schwarz Glanz lackiert und kein Stäubchen oder gar Kratzer daran zu erkennen. Auf den ersten Blick mehr ein Steh- wie ein Fahrzeug, doch hatte Reinhard der Besitzer mir versichert, den Wagen regelmäßig zu bewegen und erst letztes Wochenende sei er über 400 Kilometer damit gefahren. Respekt! Da scheint einer seinen Kleinen ordentlich zu genießen und das Ganze auch noch ausgiebig zu zelebrieren. Irgendwie beneidenswert...  Doch steht mir der Sinn heute nach Motorengewinnung und Reinhard deutete auf die zwei mit Planen abgedeckte Triebwerke, um die es heute ging. Beide praktisch auf Rollwagen gelagert und beide noch mit mehr oder weniger Cappuccino Anbauteilen versehen. Die Werkzeugauswahl in der kleinen Schrauberhöhle war überschaubar, doch letztendlich hatten wir alles was es brauchte um sämtliche Anbauteile wie Ansaug- Abgaskrümmer, Aufhängekonsolen, Generator, Klimakompressor u.s.w. abzubauen. Da lagen sie nun. Zwei Rumpfmotoren nebst Köpfe, Riementrieb und Ölwannen. Einmal unversehrt und einmal mit gebrochenem Block. Beide optisch ganz nah bei unserem AZ-1 Triebwerk. Bis auf die Ölwannen, die scheinen unterschiedlich zu sein, doch alles Weitere wie Bohrungen, Einlaß- Auslaßkanäle, Gewindelöcher und sogar die eingegossenen Typenhinweise entsprachen dem Triebwerk aus unserem AUTOZAM. Der unversehrte Motor wurde gleich noch weiter behandelt, denn Reinhard hatte auch noch die besprochenen Ersatzteile wie Steuerriemen, Kühlmittelpumpe und Spannrolle am Start. Nach insgesamt etwa 3 Stunden gemeinsamer und munterer Schrauberei war alles in Kisten verpackt und 1300 Euro später dann auch gleich im mitgebrachten Kombi verladen. Fazit: Alles war vorhanden wie besprochen, alles ist gelaufen wie geplant. Der Preis erscheint mir fair für beide Seiten und man konnte sich aufrecht und zufrieden verabschieden. Wenn der Motor nun auch noch funktioniert wird alles gut.

Auf der Rückfahrt nahmen wir noch einen Umweg über den Motorenbauer unseres Vertrauens und das schadhafte Triebwerk fand einen Platz in der Nachtexpresskiste von Huber & Wiessner in Neusäß. Ob die wohl etwas überrascht sein werden, dort am frühen Morgen einen F6A zu finden?

 

12.11.2018

Supersattler Hermann, der HERMINATOR, der in Sachen Delorean regelmäßig und seit vielen vielen Jahren seine Kunst anwendet, war heute hier und hat die neue Hülle für das Notrad unseres AZ-1 geliefert. Er meint zwar "keine große Sache", doch sind es eben diese Kleinigkeiten, die das Gesamtbild prägen und ich grinse breit und freue mich über dieses weitere Detail.  Hier das vorher-nachher Bild und das zerrissene Original darf nun den Weg alles Irdischen gehen.

 

16.11.2018

Nachdem aller Papierkram für die Einholung der Antriebseiheit aus Japan zusammengetragen ist, wurde heute der Abholauftrag erteilt. Nach unseren Anfragen zur Abholung einer Kiste aus Japan waren die uns bekannten Transportunternehmen sehr zurückhaltend, bzw. haben sich aus Mangel an Erfahrung ablehnend geäussert. Doch stieß Evi bei ihren Recherchen auf Transglobalexpress und die waren gerne bereit den Transportauftrag anzunehmen. Nach aktuellem Planungsstand wird die Kiste am 26.11. zwischen 10 und 17 Uhr Ortszeit abgeholt und soll dann nach etwa 5 Tagen in Bayern sein. Kleine Welt da draußen!

 

17.11.2018

Schlag auf Schlag fliegen die Teile nun ein und DHL hat heute die vor einer Woche direkt in Japan bestellten Ersatzteile geliefert. Somit haben wir jetzt schon einmal die Dichtungen für die anstehenden Aktionen in Suzuki Original Qualität am Lager und bei Huber & Wiessner kann der Zusammenbau des Original Triebwerks beginnen. Unabhängig davon planen wir, den vorliegenden Cappuccino Motor nach Umbau der Ölwanne unter Verwendung eines Teils der gelieferten Dichtungen, einzubauen, um den Wagen zeitnah wieder mobil zu haben. 

 

20.11.2018

Ein letzter Versuch, an ein Datenblatt aus einer TÜV Datenbank zu kommen, heute beim TÜV-Nord.

Ergebnis: "Vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider liegen uns für dieses ältere Fahrzeug keine Messungen vor. Bitte kontaktieren Sie: ..." (...doch da waren wir schon)

 

Und als Verpackungsmaterial diente einmal mehr eine japanische Tageszeitung, die uns einen kleinen Einblick in den Alltag Nippons erlaubt.

 

24.11.2018

Nach etwa einem Tag Arbeit hat der Kleine wieder einen Antrieb und nach Befüllen aller Systeme wie Motor- und Getriebeschmierkreislauf, Kühlsystem und Bremshydraulik, startet der Motor nach vorherigem Öldruckaufbau bei Starterdrehzahl und deaktivierter Zündanlage, einwandfrei. Es brauchte ein paar Minuten Warmlaufphase, bis der Motor ohne Geklapper und ruhig und leise lief, da es immer etwas dauert, bis die Hydrostößel alle umfassend mit Öl gefüllt werden. Am darauf folgenden Montag galt es dann die Beleuchtungsanlage auf deutschlandtauglichen Standart umzurüsten, was neben dem Ersatz der Scheinwerfer gegen Versionen für Rechtsverkehr und "E" Prüfzeichen, auch noch den Anbau einer Nebelschlußleuchte erforderte. Alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge ab Erstzulassung 1991 haben gem. StVZO über eine Nebelschlußleuchte zu verfügen.

 

Spezialwerkzeuge wie ein Zentrierdorn werden schon mal individuell angefertigt.

 

 

Glupschi?

"GLUPSCHI BLU" als neuer Arbeitstitel und nun alles mit [E] Prüfzeichen um den Prüfigenieuren zur Vollabnahme den Weg zu erleichtern...

Auch die Nebeschlußleuchte mit [E] Prüfzeichen darf bei unserem AZ-1 nicht fehlen.

"Die Fahrgestellnummer ist am Fahrzeug vorne rechts dauerhaft anzubringen." Wir haben die rechte Federbeinaufnahme als Platz gewählt.

Ab Werk ist die Nummer im Motorraum mittig eingebracht, doch entspricht das grundsätzlich nicht dem Text in der Zulassungsverordnung.

 

12.12.2018

Nach diversen Recherchen in der „Szene“, wenn man bei 4 bekannten AZ-1 in der BRD von einer „Szene“ sprechen kann, führte unser Weg zu Christian Müller, seiner Firma RHD-Speedmaster und dem Werkstattleiter Rüdiger. RHD-Speedmaster hat nach unseren Informationen unlängst einen AZ-1 mit Straßenzulassung versehen und Müller beschäftigt sich bereits seit 2004 professionell mit englischen und japanischen Importfahrzeugen. Wie seiner homepage zu entnehmen ist, hat er über die Jahre eine der größten Datenbanken für Importfahrzeuge Europas zusammengestellt.

Der Termin war für heute vereinbart und wir stellten unseren Wagen morgens um 09:00Uhr nebst Importpapieren und gültiger Abgasuntersuchungsbescheinigung an einer Halle am Rande eines malerischen Pfälzer Weinort, unweit von Neustadt an der Weinstraße, ab. „Gegen Mittag ist alles erledigt!“ ließ uns Rüdiger wissen und im Hintergrund führte ein Prüfingenieur des TÜV Rheinland gerade eine Geräuschmessung an einem Nissan Skyline durch. Gerät, Abstand, Drehzahl, alles wie ich es aus der Literatur „angewandte Prüfverfahren nach DIN“ kenne. Respekt!

 

Unser kleiner AZ-1 hat den Motorleistungsdurchschnitt des hier und heute versammelten Wagenparks leicht nach unten gedrückt, da wohl kein Fahrzeug auf dem Hof von der Motorleistung her, merklich unter 400PS zu liegen scheint.

 

Zeitsprung: Pünktlich um 12:00Uhr waren wir wieder vor Ort und alles war positiv erledigt. Zahlen schafft Frieden und 850 Euro später (900 waren vereinbart, doch da wir die Abgasuntersuchung geliefert hatten, wurde es um 50 Euro günstiger) halte ich das begehrte Papier, das  Gutachten zur Erlangung einer Einzelbetriebserlaubnis gem. §21 StVZO  in Händen. Die Summe erscheint außerordentlich fair, wenn man bedenkt, welchen Aufwand es braucht um eine umfangreiche und belastbare Datenbank zu erstellen und zu pflegen.

FAZIT: Alles superfair und sauber gelaufen. Das ganze Verfahren und die RHD-Speedmaster kann man, nach unserer aktuellen Erfahrung, direkt weiterempfehlen.

 

13.12.2018

Und es hagelt weiter Teile. Heute sind weitere Teile zur Motoreninstandsetzung unseres Ursprungstriebwerks eingetroffen und somit haben wir nun neben allen Flächendichtungen und Kopfschrauben auch noch Kolbenringe, Wellendichringe und Lagerschalen in Suzuki Originalteile Qualität vorliegen. Zu unserem Antrieb aus Japan gibt es auch weitere Informationen. Da zum Versand eines gebrauchten Motors ein offizielles "Cleaning Certificate" vorliegen muß, gilt es nun eine Firma in Japan zu finden, die eine solche Reinigung und anschließende Zertifizierung durchführt. Unser Ansprechpartner bei Transglobalexpress nimmt sich der Sache an und wir hoffen auf positive Rückmeldung. Es verspricht also spannend zu bleiben.

 

13.12.2018

...und heute Nachmittag war Evi dann noch auf der Zulassungsstelle und unser AZ-1 hört nun auf das Kennzeichen AIC AZ 101, rechtssichere Papiere inklusive!

 

 ***Fortsetzung folgt***