Red Bad Rat

rote - schlechte - Ratte

 

how bad can a DMC be?

 

Wie schlecht kann ein Delorean DMC-12 denn sein?

Eine Antwort vorweg: ZIEMLICH schlecht! Doch trotzdem bleibt ein Delorean ein Delorean und somit in unserer Welt ein faszinierender, wenn auch in dem hier zur Rede stehenden Falle unterirdisch schlechter, aber trotzdem immer noch unfassbar geiler Wagen. Und diese Liebe zum DMC-12 führt auch regelmäßig dazu, dass Exemplare z.B. über Onlineplattformen und Auktionshäuser, in Bildern schick dargestellt, von Edelstahl- oder auch Flügeltürinfizierten für eine leider oft nicht angemessene Summe ersteigert und erstanden werden. Die Jagd liegt dem Manne wohl im Blute und das Erlegen der Beute lässt die Endorphine, die körpereigenen Drogen, wirken. Nach der Infektion kommt die Jagd, dann der Kampf, der Sieg und nach 6 bis 8 Wochen steht die Kiste dann in Deutschland und die harte Realität beginnt.  

So, oder so ähnlich ist es auch hier gelaufen und letztendlich landete dieser rote Wagen beim team-deloman. Der Jäger hat ihn nach genauerem Hinsehen und einer professionellen Einschätzung der Gesamtsituation, gegen einen Einsteig- und Losfahr-Wagen aus unserem Hause eingetauscht. Somit war die Gefahr gebannt, dass der Infizierte sich vom Thema abwendet und sein Leben mit dem Delo konnte weitgehend unbelastet beginnen. Nun hatten wir diese über die Jahre recht verlebte und in vielen Details umfassend und fernab des Serienstandes modifizierte rote Bastelbude im Bestand. Da eines unserer erklärten Ziele der Erhalt möglichst vieler DMC-12 darstellt, kam eine Schlachtung zur Teilegewinnung nicht in Frage. Hier wäre auch nicht viel zu gewinnen. Karosserie lackiert und rundum zerdengelt, Heckklappe zerstört, Rahmen verrostet, Rost und Wasser in Tank und dem gesamten Kraftstoffsystem, Fahrwerk rundum alt und gammelig, Felgen zerschunden, Reifen hinüber, Interieur zerschlissen, verfärbt, verformt, verbastelt. Diverse Zusatzeinbauten, Schalter, Kabel, Steuerungen, pneumatische Leitungen und Elemente. 

Eine vollständige Überarbeitung des Wagens und Rückführung in einen würdigen Zustand erscheint nach Durchsicht und Erfassung der Unzulänglichkeiten wirtschaftlich in keiner Weise sinnvoll oder gar gewinnbringend für unser kleines Unternehmen.

Wir sind jedoch als Ausbildungsbetrieb immer daran interessiert, Azubis interessante Herausforderungen zu bieten und sie damit ihrem Ziel, für die Branche, das Handwerk und die Gesellschaft, hilfreiche Fachleute zu werden und ihre Persönlichkeiten zu stärken, näher zu bringen.

Beschluss ergangen: Azubi Projekt. Projektname: Red Bad Rat. Die rote üble Ratte. Ziel der Aktion: Den Wagen ausschließlich durch Leistung von Auszubildenden fahrbereit und grundsätzlich verkehrssicher zu machen. Sowohl die Jungs aus unserem Hause, als auch Austausch Azubi der Airbus Helicopter (ein Gemeinschaftsprojekt im Bereich Faserverbundwerkstoffe) und jeder weitere Jung-Kfz´ler, der Spaß am Delorean hat kann sich hier mit einbringen. So soll der Wagen in dem verlebten und verwahrlosten Zustand bleiben wie er ist, nur eben ohne Kompromisse TÜV-tauglich, fahrbar und verkehrssicher gemacht werden.

Ziel 1 der Aktion: Zuerst gilt es jungen Berufsanfängern im Kfz-Mechatroniker Handwerk das Thema Delorean näher zu bringen und die ersten Schrauben in Eigenregie und -verantwortung am DMC-12 drehen zu lassen. Die Welt bewegt sich schnell und die Welt braucht mehr motivierte und fähige Deloreanschrauber.

Ziel 2 der Aktion: Anhand von diesem Wagen können Beschreibungen wie "need a little TLC" (Tender Love and Care), "engine not running" oder "good father and son project" für den häufig unbedarften und begeisterten Betrachter eine andere Dimension, wie eben nur Worte auf einem flimmernden Bildschirm, bekommen.

 

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Bestandsaufnahme

Hier die erste noch unsortierte Liste der unmittelbar erkennbaren Unzulänglichkeiten an Red Bad Rat.

 

Karosserie

Bei Sonnenschein und aus etwa 5 Meter Entfernung sieht der Wagen erst mal ganz passabel aus. Auch wenn die Türen und Hauben nicht von selber offen bleiben.

Bei näherer Betrachtung sind dann jedoch schon die ersten Blessuren, Dellen, Knicke, und Lackschäden erkennbar.

Kaltverformungen von zurückliegenden Feindberührungen und Rost prägen nach genauerer Untersuchung das Gesamtbild doch nachhaltig.

 

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Innenraum

 

Die Kunststoffflächen sind versprödet und verfärbt, sämtliche Oberflächen von Knee Pad, Mittelkonsole, Sitzen und auch Tür- und Seitenwandverkleidungen zeigen

Beschädigungen sowohl durch Sonneneinwirkung, als auch durch "menschliches Versagen". Auch die Metallteile im Innenraum wurden vom Rost nicht verschont.

 

Verwahrlost und verbastelt trifft es wohl sehr deutlich, wobei man durchaus anerkennend zur Kenntnis nehmen muß, dass all die Ein- und Umbauten durchweg auf

technisch hohem Niveau und mit sehr viel Liebe zum Detail ausgeführt wurden.    Leider erfuhr der Wagen in seinem späteren Leben nicht mehr diese Zuwendung.

 

VIDEO zu einem der vielen "specials" an diesem Wagen.

 

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Motor

Jedes Teil, das rosten kann rostet. Der Wagen scheint lange Zeit in feuchter Umgebung gestanden zu haben um so der Korrossion freien Lauf zu lassen.

 

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Fahrwerk / Bremse

Die Felgen sind zwar noch verwendbar, wobei zwei von vier unrund laufen und die Oberflächen durch angeschlagene Auswuchtgewichte und den Spuren

von mittig angebauten drei-flügeligen Abdeckungen, die wohl in den frühen 80ern als stylisch galten, empfindlich in Mitleidenschaft gezogen wurden.

 

Rost, Dreck und Gammel schrecken eben vor nichts zurück und haben ihre Spuren auch an Fahrwerk und Bremsen hinterlassen.

 

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Fortsetzung folgt...

 

 Erste Schritte:

 

- Restfragmente der Heckabdeckung oben (Upper Louvre) gegen ein Gebrauchtteil aus unseren Beständen ersetzt.

ZIEL der Aktion > aktuell den Einfall von Regenwasser in den Motorraum zu minimieren.

 

- Alle 4 Bremssättel aus- und eingebaut, zerlegt, gereinigt, geprüft, Dichtungen erneuert, Kolben geprüft und 3 von 8 Kolben ersetzt.

ZIEL der Aktion > Den Wagen mit normalem Kraftaufwand zu schieben.

 

- Reifen ersetzt

ZIEL der Aktion > das regelmäßige Nachpumpen der porösen alten Gummis zu beenden und sollte der Wagen jemals fahren...

 

- Sämtliche Zusatzeinbauten der pneumatischen Tür- und Haubenöffnungs- und Schließanlagen nebst Verkabelungen, Steuerelementen und

Druckluftleitungen ausgebaut und den Fahrzeugkabelbaum im Rahmen des Möglichen auf Serienstand Delorean DMC-12 zurück gerüstet.

ZIEL der Aktion > Möglichst alle deloreanfremden und zusätzlich eingebauten Fehlerquellen auszuschließen.

 

- Verkleidung Lenkstockschalter instandgesetzt und Verkabelungen zu den Fensterheberschaltern auf Serienstand zurück gerüstet.

ZIEL der Aktion > auch mal was "fürs Auge" zu machen und die Elektrik weiter auf Vordermann zu bringen.

Faszinierend, wo und wie man zusätzliche Steuergeräte verbauen kann, ob nun mit Sinn oder ohne...

 

- Kraftstofftank aus-und eingebaut, Einbauten a+e, gereinigt, Ansaugsieb und -schlauch,  Gummimuffe und Abdeckkappe der Pumpe ern.,

- Kraftstofffilter erneuert, Verbindungsleitung Filter zu Mengenteiler und Anschlußverschraubung am Filter unten ersetzt, da stark undicht.

ZIEL der Aktion > Die Kraftstoffversorgung vom Tank zum Mengenteiler sicherzustellen.

 

VIDEO zum ersten Motorstart nach sehr langer Zeit.

 

- Kupplungsgeber- und Kupplungsnehmerzylinder a+e ern., Kupplungshydraulik befüllt und entlüftet, Leitungen entsprechend Serienstand verlegt,

ZIEL der Aktion > Kupplung und Getriebe in Funktion zu bekommen und zu prüfen. Ergebnis: Kupplung komplett hinüber, nächster Schritt...

 

- Getriebe raus, Kupplung geprüft, Mitnehmerscheibe augenscheinlich unlängst erneuert, Tellerfeder zur Druckplatte verformt, Druckplattengehäuse

stark oxidiert, Druckplatte zeigt deutliche hitzebedingte Verfärbungen, Rostnarben und tiefe Schleifspuren an der unebenen und welligen Reibfläche.

Ausrücklager und -gabel sind, wie so Vieles an Red Bad Rat, sehr stark oxidiert. Hier wurde in der Vergangenheit augenscheinlich ein unfachgerechter

Intandsetzungsversuch unternommen, in der Hoffnung, mit dem Tausch der Mitnehmerscheibe das Problem zu lösen. Ging ja mal gründlich daneben.

Wir haben die schadhaften Teile ersetzt und nach Zusammenbau und Grundeinstellung der Schaltwegübertragung lassen sich alle Gänge sauber und

ohne Einschränkungen einlegen. Die gesamten Funktionen der Baugruppe Kupplung sind somit wieder hergestellt und der Wagen lässt sich schalten.

ZIEL der Aktion > Die Grundfunktionen Ein- und Auskuppeln und somit einen komfortablen Gangwechsel sicherzustellen.

Zufrieden? Zufrieden.

 

- nächste Baustelle: Elektrik. Sicherungskasten verlegt, Lichtschalter fest, Warnblinker ohne Funktion, Beleuchtung hinten fast komplett dunkel, Lüftung

ohne Funktion, Armaturenbeleuchtung defekt, Dimmer felsenfest, Scheibenheber stehen still, Blinker blinkt nicht, Hupe hupt nicht, ZV schließt nicht.

- Licht- und Warnblinkschalter a+e, zerlegt, gereinigt, Kontakte geschliffen und poliert, Fensterheberschalter zerlegt, geprüft und in die Tonne damit,

Lüftermotor raus, Rostbrühe abgelassen, Teil ersetzt. Vorwiderstand a+e, geprüft, > i.O. Beleuchtung vorne auf EU Standard umgebaut, alles Ele oder was?

ZIEL der Aktion > Alle Grundfunktionen und verbauten Systeme in einen betriebsfähigen, zulassungskonformen und umfassend nutzbaren Zustand versetzen.

 

 

In Zwischenzeit hat auch der zweite Stuhl den Weg aus der Garage des Vorbesitzers zu uns geschafft.   Und auch hier gilt: alles was rosten kann, rostet.

 

Die Lichter vorne strahlen nun gemäß ihrer Bestimmung hell und freundlich und neben Verkabelung, Schaltung und E-Prüfzeichen entspricht alles der StVZO.

 

Das Heck von Red Bad Rat war bislang noch die vollständig "dunkle Seite" des Wagens und zu Beginn der Aktion hat keine der 14 Glühlampen auch nur das

geringste Glimmen gezeigt. Anschlußstecker am Kabelbaum sowohl zum Fahrzeug als auch zu den Leuchten waren stark oxidiert, die Lampenträger recht

umfassend  korrodiert  und die Glühlampen mit ihren Fassungen sind miteinander eine schier  untrennbare  und  unlösbare  Rostverbindung  eingegangen.

 

Die Abrüstarbeiten am Heck haben noch ein weiteres Relikt aus einer längst vergangenen Zeit zu Tage gefördert. Ein kanadisches Kennzeichen von 1995.

 

-immer noch Elektrik:   Scheibenwisch- und waschanlage überarbeitet und auch die undankbare Aufgabe erfüllt,

die Einziehmuttern zur Befestigung der Behälterabdeckung zu ersetzen. Ausgebohrt, ausgeschliffen, eingezogen.

Behälter undicht >abgedichtet,  Pumpenanschluß weggefault >Pumpe neu,  Anschlußleitung ab >instandgesetzt.

 

 

-Vorläufig letzte Elektrikaktion:   Hupe neu.  Nun sind alle sicherheitsrelevanten Funktionen gegeben und er

hupt, blinkt, spritzt, wischt, leuchtet, zeigt, macht und tut was es tun soll.    Thema Elektrik vorläufig durch.

Nun geht es an die Aufhübschung des Innenraums um den Regeln der H-Zulassung gerecht zu werden und

die Armaturentafel stand als Erstes auf der Liste. Nach Ausbau des Instrumententrägers fand sich auch hier,

was sich Allerorts bei Red Bad Rat in Fülle findet. Rost. Und sogar die Tachowelle war im Tacho festgebacken.

 

Als Ersatz für das unschöne Armaturengehäuse  "binacle"  fand sich in unseren Lagern ein Neuteil, das

nach Reinigung und  "Entdellen"  per Heißluftfön von den Spuren der letzten 36 Jahren unsachgemäßer

Lagerung befreit wurde und nun endlich seinem einst in Dunmurry angedachten Zweck zugeführt wurde.

 

Auch der Rost am Türrahmen wurde behandelt, heisst:  Stahlbürste,  Schleifpapier,  Rostumwandler,  Grundierung,  Dichtmasse,  Lack

und nach etwa 2 Stunden guckt es am Oberstübchen wieder  picobello  aus und auch dem Wassereintritt wurde noch entgegen gewirkt.

 

-Hauptbremszylinder erneuert, Bremsanlage befüllt und vollständig entlüftet

ZIEL der Aktion: dem recht schwammigen Pedaldruck entgegen zu wirken.

 

Nachdem nun alles läuft und macht und tut,  nutzten wir den heutigen Sonnenschein und die Gunste der Stunde,  um den Wagen erstmals

voll zu tanken, Pumpe nebst Füllstandsgeber auf Dichtheit zu prüfen und die ersten Meter auf der Straße zu fahren.  Erkenntnis der Fahrt:

Die Bremsanlage erfordert noch etwas Zuwendung,  da sich die Verzögerung wegen der rostvernarbten Reibflächen zu schwach gestaltet. 

 

Doch auch nach der ersten Fahrt ergeben sich bei weiteren Schraubereien weitere "Kleinigkeiten" in Rost und Gammel.

Hier die Verschraubung zur Seitenscheibe links, die sich nur noch spanend lösen lies und so mehr Zeit zur Bearbeitung

und Neufixierung benötigte, wie geplant. Eine Dynamik, die bei diesem Wagen schon zum Alltag gehört. Achja: Grund

des Verlangens die Verschraubungen zu lösen war die aus einer Führung gesprungene und somit lose Seitenscheibe.

 

Auch die Reibflächen der Bremsscheiben sind vom Rost nicht verschont geblieben und um einen ordentlichen Verzögerungswert zu

erreichen,  galt es die Scheiben, die von der Stärke noch deutlich über Grenzmaß / Mindestmaß lagen, professionell zu bearbeiten.

"as good as new" oder sogar einen Tick besser, weil per Nabenschlagkompensation auf 1/100 Millimeter exakt

auf die Radnabe abgestimmt und so für zahllose saubere Abbremsung ohne flattern und pulsieren gewappnet.

 

 

Die Abschmierstellen an der Vorderachse waren schon seit Jahrzehnten kein Ziel mehr für Mechaniker nebst Fettpresse.

 

Wenn Gummi auch nicht rostet, so fand die Zeit andere Methoden ihr Zerstörungswerk umfassend und nachhaltig zu verrichten

 

 

Nun beginnen wir mit einer vorsichtigen "TODO" Liste für die kommenden Schraubereien:

- Türschließmechaniken und Zentralverriegelung

-Armaturenbeleuchtung ohne Funktion

-Spurvermessung / Fahrwerkseinstellung

-Bordwerkzeug und Ersatzteilbasispaket

-Abdeckung für Werkzeugfach

-Motorölverlust an Wellendichtring KW hinten

-autom. Rückstellfunktion Blinkerhebel

 -Luftleitbleche am Unterboden anbauen

-Radio ersetzen / Lautsprecher / Antenne?

-diverse Lackschäden ausbessern / "Smart Repair"

-noch eine Ölkreislaufspülung mit Öl- und Filterwechsel

-Leerlaufdrehzahl / Umlenkung und Anlenkung Drosselklappe

 

 

Schlüsselkopie erstellt und den Wagen die ersten 25 Kilometer in freier Wildbahn bewegt.

 

 

Großbaustellen...                                                                                               und Blick von Oben

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 Als erste Aktion nach unserer "TODO" Liste stand heute die Themen Schließanlage und Zentralverriegelung auf dem Plan.

Auch hier in den Türen finden sich neben dem allseits bekannten Rost auch noch diverse Spuren der früheren Umbauten,

die für einen sicheren Betrieb der Systeme nicht gerade nützlich sind. Also alles raus und soweit möglich auf Serienstand

 zurück bauen. Mechanisch war das bald erledigt, doch birgt die elektrische Anlage noch etliche Überraschungsmomente.

Trotzdem ist es gelungen im ersten Schritt wenigstens die sichere Funktion der Zentralverriegelung von links zu realisieren.

...und auch hier: Rost, Rost und immer wieder Rost.

 

Die Kleidung beider Besatzungsmitglieder wurde gleich mal team-deloman typisch an die "Erfordernisse" der aktuellen Situation angepasst.

Zum Saisonstart 2018 kam er dann erstmals in der Gruppe auf Tour und die gesamte Szene hat ihn interessiert und freundlich aufgenommen.

In München gesellte sich dann auch noch ein weiterer roter DMC-12 mit bayrischer Zulassung zu uns und es kam zu einem regen Austausch.

Der Einstand in den Kreis der Deloreaner ist dem mit Mario und Peter besetzten Projektauto Red-Bad-Red jedenfalls sehr gut gelungen.

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Doch nun weiter in der Liste: Radio. Ein Elektroniker aus der Deloszene hat uns ein original CRAIG Radio überarbeitet und dies dabei auch

mit Zusatzfunktionen wie Anschluß und Steuerleitung für Endstufe, Klinkebuchse für Mediaplayer und BLUETOOTH Empänger ausgestattet.

RedBadRat Verbunden

Unnötig zu erwähnen, dass nach Einbau des überarbeiteten Radios weitere Baustellen geöffnet wurden. Die elektrische Antenne fährt nicht aus,

ein Lautsprecher fehlt komplett, die drei Verbliebenen sind total hinüber,  doch ist die BLUETOOTH Funktion der Hit und unsere TODO Liste wird

eben um die Positionen Radioantenne und Lautsprecher vorne und hinten erweitert.  Weitere Aktionen des Tages: Öldruckschalter a+e, zerlegt,

gereinigt, abgedichtet, die dunkle Sonnenschutzfolie von der Heckscheibe rückstandsfrei entfernt, weil ja eine zusätzliche Tönung einer Delorean

Heckscheibe irgendwann in irgendeiner Situation irgendeinen Sinn ergeben haben soll, (???)  und die hoffnungslos verrosteten Anschraubpunkte

der Sonnenblenden entfernt um diese 4 Teile nebst Gewindemuttern durch Nachbauteile zu ersetzen.    Doch das wird eine andere Geschichte... 

 

Als Ursache für einen weiteren Quell des Öles hinten in der Mitte des Wagens war einmal mehr letztendlich der alte bekannte ROST zu nennen.

Die Dichtfläche der Riemenscheibe zum Wellendichtring war stark mit Korrossion und Kruste belegt und so fand das  Öl  den Weg in die Freiheit.

 

 

Auch der Keilriemen zum Generator war augenscheinlich so alt wie der Wagen und hat sein Leben wohl gelebt. Zeitgleich wurden auch die 4 Stoßdämpfer

wegen Verschleiß und nachlassender Wirkung und der Endschalldämpfer wegen schon lange zurückliegendem herumgeschweiße und Rostansatz ersetzt.

 

 

Das "Hifi System"  (nennt man das im aktuellen Jahrtausend noch so...?)  ist nun mit funktionsbereiten und in Ausführung und Klang geeigneten

Lautsprechern aus dem Hause ALPINE ausgestattet, da die originalen Teile die Einflüsse von Feuchte, Rost und Zeit nicht mehr leugnen konnten.

 

  

Auch der im Laufe der Zeit in die Funktionsunfähigkeit abgerutschte Warmlaufregler durfte seinen Platz frei machen um einem neuen und mit Software

aus unserer Feder bespielten digitalen Urenkel weichen. Somit startet der Wagen aktuell in allen Lebenslagen. Eine individuelle Kennfeldabstimmung ist

erst nach Überarbeitung aller weiteren relavanten Bereiche um das Einspritzsystems sinnvoll, doch aktuell verrichtete das Teil schon mal seinen Dienst.

 

Fortsetzung folgt...